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her, als Hm. Lavaters erster Entwurf im hannvverschen Ma-gazin') erschien, ein göttingischer Lehrer mich für den Verfasserdieses schön geschriebenen Aufsatzes hielt. Die uligcgründetc, aberfür mich allemal schmeichelhafte Muthmaßung dieses Gelehrtenmunterte mich nicht wenig auf fortzufahren. Ein junger Schwedevon ungewöhnlichem Geist, mein vertrauter Freund, bestärktemich in meinem Vorsatz sowohl durch seine eigenen Beobachtun-gen, als durch die Versicherung, daß sein Landsmann, GrafTesstn'), es in der Physiognomik ehemals zum Erstaunen weitgebracht haben sollte. Im Jahr 1770 sowohl als in 1774 und1775 stellte ich in England mit großem Eifer physiognomischeBeobachtungen an, die oft so gefährlich waren, als die überdie Gewitterelektricität, und einmal Hütte nicht viel gefehlt, sowäre ich ein physiognomischer Richmann '") geworden. Ich habe
') Hannövcrsches Magazin, 1772. 10. 11. 12tes Stück S.146 bis 191. Der Verfasser, Lavater, ist nicht unter dem Auf-sätze „von der Physiognomik", sondern nur im Register genannt,und wird darin von »I. G. Zimmermann« als „ein demüthi-ger Jüngling« eingeführt, „der jedoch in seinem noch sehr kur-„zen Leben mehr gedacht, als tausend bärtige Weise, und mehr„empfunden, als alle unsere empfindsamen Gecken.« Zugleichwird er als der Schöpfer einer Wissenschaft bezeichnet, „die aller-dings den Schlüssel zu allen Tiefen der menschlichen Natur„gibt.«
") Carl Gustav, Graf von Tessin, Erzieher des Kronprin-zen, nachmaligen Königs Gustav III-, geb. 1694, gest. 1770.
"') Siehe die Note im Jtcn Band Seite 220.