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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
213
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Nuß- und Kastanienbäume gewahrte, so wurde gleich darausdie Gegend noch schauriger, da die sonst schroff anstehendenFelsenwände ungeheure Trümmer umhergeworfen hatten, vondenen mehrere in die Straße hinabzustürzen drohen. Aber derBaumeister hat dem durch Unterstützungsmauern zu begegnengewußt, daß, wenn nicht durch Lawinen und Wasscrströmeneue Verwüstungen angerichtet werden, der Reisende nichts zubefürchten hat. Bei dem Dorfe Dovedro erweitert sich dasThal etwas, und die ganze Gegend nimmt eine freundlichereMiene an. Man sieht die sanfter ablausenden Abhänge mirWohnungen, Weinpflanzungen und Obstbäumen besetzt, vondenen dem nordischen Auge besonders die ächte Kastanie auf-fällt. Kurz darauf verengt sich das Thal wieder, ohne jedochdie frühere Rauheit anzunehmen. Bei Crcvola wird die Ge-gend um vieles freier, und gewährt einen hübschen Anblick.Die das etwa eine Stunde breite Thal einschließenden Höhensind mit Dörfern und Landhäusern bedeckt, die, weil sie allemassiv gebaut und weiß angestrichen sind, mit den sie um-gebenden Waldungen und Pflanzungen einen angenehmenContrast bilden. Die früher sich wild über Felötrümmer dahin-stürzcnde Doveria fließt ruhig durch Wiesen dahin, und er-gießt sich bald in die Toccia, welche sich später in den Lagomaggiore verliert. Die Straße führt in einer graben Linienach der ersten italienischen Stadt Domo d'ossola, von dernichts Besonderes zu erwähnen ist. Vorher kommt man eineganze Strecke lang durch ein Elsbruch, was dein uns be-kannten Stadtbruch gar nicht unähnlich war. Das Vieh,was man hier sieht, ist so elend, daß es mit dem Schwcizcr-vieh gar nicht zu vergleichen ist. Von Domo führt die sichimmer gleich- bleibende schöne Straße durch ein reich ange-