beiläufig gesagt aber nicht so hoch als der Männerthurm ist,hat man eine prächtige Aussicht, da der Kreml selbst auf einerAnhöhe liegt. Demnächst ist noch eine schöne Aussicht vonden Sperlingsbcrgcn, wo die große Kirche hinkommen soll,und von einer andern Seite bei einem Kloster, dessen Namenmir entfallen. — Besonders merkwürdig ist der Handel vonMoskau, die heilige Mutter (so nennen sie die Russen) ist derMarkt von Europa und Asien für Rußland. Auf einem sehrkleinen Raum in dem sogenannten Kitai gorod (chinesischenStadt) in dem, dem Kreml zunächst gelegenen Stadtthcil,findet man taufende dieser Buden und Gewölbe, in denenvornemlich Thee, Eiscnwaaren, Zeug, Zedern, Hanf rc. ver-kauft werden. Eine Straße wird beinahe ganz von Tartarcnbewohnt, die mit ChaminS handeln, von denen ich in einemeinzigen Gewölbe 500 Stück gesehen habe. Die guten undfehlerfreien kosten 1000 Rubel, (333 Rtlr. Preuß.) Die wohl-feileren waren entweder voller Flecken, oder alt und gestopft.Auch giebt es hier bulgarische Shawls und Tücher, die auchschön und wohlfeil sind.
Den 37ten gingen wir bis Twer, eine recht hübscheStadt, von der ich aber wenig zu sagen weiß, weil ich zu spätankam. Der Weg war sehr schlecht. Ich zerbrach eine Federam Wagen, die indeß schleunig reparirt wurde und hernachauch bis hierher gehalten hat.
Den 28stcn nach Wirchney Wolstrchom, wo sich mehrereschiffbare Gewässer concentrircn und ein Canal die Wolgamit dem Meta, oder das Caspische Meer mit der Ostsee ver-bindet. Es wird hier starker Handel getrieben. Die Ge-wässer waren im eigentlichen Sinn mit flachen Schiffen eignerBauart bedeckt. Man behauptete es gingen hier jährlich für