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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
162
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An denselben.

Dünabnrg, den

SZstcn Dccbr. 1830.4tm Jan. 1831.

Um den regulaircn Lauf unsers Briefwechsels so wenigals möglich zu unterbrechen, schreibe ich Ihnen von diesemmeinen ersten Ruhepunkt, wo ich mit ziemlich hergestelltenKräften vorgestern angekommen und schon morgen Nach-mittag über Wilna nach Grodno gehen will, von wo ichIhnen wieder zu schreiben hoffe und Sie bitten werde, mirkünftig, wenn Sie keine andere Anordnung getroffen, IhrenBrief gütigst an den Generalgouverneur von Tiefland, Esth-land und Kurland, Baron Pahlen zu adresstren, der mirsolchen alsdann durch Estafette von Riga direct zuschickenwird, worüber ich von hier aus an ihn schreibe.

Alle Nachrichten von unsern Grenzprovinzen sind höchstgenügend, der Geist selbst der Unzufriedenen sieht die Nichtig-keit der Mittel der Rebellen ein, der Geist des früher litthaui-schen, jetzt 6ten Armeecorps ist nach allen Nachrichten sehr gutselbst unter den Offizieren, obschon die größere Hälfte vonEingebornen der früheren polnischen Gouvernements besteht;die Soldaten zur Hälfte beinahe aus den innern Gouverne-ments haben auch in der zweiten Hälfte mehr als G Klein-russen oder Altgläubige, die die Polen (als ächte und stolzeNachkommen der Woragerslawen) noch mit dem verächt-lichen Titel der Sächy ihres sarmatischcn Ursprungs wegentractiren.> Der einzige Vorfall von Verrath, der bis jetztvorgekommen, hat diesen Geist bewiesen, vier Offiziere vom