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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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weitem mehr stattfinden? Es könnte gar nicht fehlen, daßsich nicht die Sachminister als die höher gestellte Classe an-sähen, und ließe sich auch gar nicht vermeiden, daß in Colli-sionssällen ihre Meinung nicht auch fast immer die siegendeseyn sollte, da sie immer im Munde führen würden, daß sonstdas Wohl des ganzen Staats leide und der Provinzial-minister dagegen nur daö Interesse seiner Provinz anführenkönnte. Hielten dann wieder alle Provinzialminister zu-sammen : so wäre der Gang der allgemeinen Regierung ge-hemmt. Ew. Hochwohlgeboren werden sagen, daß, wennLeidenschaften und Selbstsucht herrschen, jedes System zumVerderben führt. Allein, ein System muß doch nicht selbst dieKeime ohne Noth in sich tragen, woraus jene Uebel entstehenkönnen. Bei dem Uebergewicht, welches (und zwar in demGrade mehr, in welchem die Provinzialminister ihrer ursprüng-lichen Bestimmung getreu, sich strenge in ihren Schrankenhielten) die Sachminister, die denn vorzugsweise Central-minister wären, haben würden, muß ich es auch schon be-denklich finden, daß unter ihnen ein Minister des Innernfehlt. Die Minister des Kriegs, der Finanzen und selbst derJustiz haben Verwaltungszweige, welche auch bei dem bestenWillen und großer Einsicht dennoch zu einseitiger Einwirkungauf die Regierten führen können. Der Minister des Innernist dazu da, diese Einseitigkeit zu verhüten. Nach Ew. Hoch-wohlgeboren Vorschlag sollen dies die Provinzialminister thun.Daraus entsteht aber eine doppelte Gefahr. Sind die Cen-tralministerien überwiegend: so können die Provinzen darunterleiden. Widersetzen sich die Provinzialminister mit Erfolg, sokönnen sie im Eifer für die ihnen anvertraute Provinz zuweit gehen, und du: Centralregierung ist gelähmt. Welche