kund geben, allein diese Mißurtheile lagen ganz in dem Cha-rakter des Herrn vom Stein, und aus dem hier folgendenmerkwürdigen Aktenstück vom Jahr 1818 wird diese schroffe,harte, rücksichtslose Sinnesart und Aburtheilung am klarstenhervorgehen. Herr vom Stein änderte jedoch später seineAnsichten über jenen Staatsmann. In einem vor uns liegen-den Briefe des Kriegsministers v. Witzleben aus Coblenz,29. Juni 1821 heißt es: „Mittags bei General v. Thiel-mann mit Minister vom Stein. In einer interessanten Unter-redung mit demselben entwickelte derselbe höchst geläuterte An-sichten über die Lage der Dinge. Genial in allen seinenAeußerungen. Er erklärt sich gegen unbedingte Gewerbe-freiheit und gegen illimitirte Theilung des Grundeigenthums.Ich bin ganz seiner Meinung. Er hält eine auf solidemonarchische Principien gegründete Verfassung für das heil-samste was dem preußischen Staate begegnen kann. Ja ersieht dies als das einzige Rettungsmittel gegen den Rcvolu-tionSschwindel an. Mir ist dies alles aus der Seele ge-nommen. Ich äußerte, daß der Ausgang der italienischenAngelegenheiten so wünschenswert!) auf der einen Seite, dochwahrscheinlich den nachtheiligen Einfluß haben würde, daß siedie Fürsten und namentlich den österreichischen Hos immermehr von dem konstitutionellen System entfernten. Er meinte,
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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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