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kund giebt, finden wir in 'allen Ständen ohne Alls!nähme, jedoch in dem Einen mehr, wie in dem An-dern, in den Hütten der Armen finden wir oft See-len, die wie der geschliffene Edelstein das reinste Him-melölicht in den prachtvollsten Farben abspiegeln, undin den Pallästen der Vornehmen treffen wir nicht sel-ten Wesen, deren Gefühl für Wahrheit, Men-schenliebe und Gerechtigkeit so bodenlos versunken ist,daß wir auch nicht mehr die entfernteste Spur vonihrem ehemaligen Dasein, zu entdecken vermögen.
Diese ganze Klasse von Elenden, zerfällt wiederin zwei ungleiche Hälften, die Eine, welche von derLüge anfangend, bis zum äussersten Gränzpunkte dasschauderhafteste vollziehet, die Andere, die in ihrer Ab-gestorbenheit cs ruhig, kalt und theilnamlos vollzie-hen läßt.
Die Ersten suchen ihre Gräuel stets unentdccktund ungestraft im Dunkel der Nacht zu vollziehen, dieZweiten suchen das, was man die nennt,
den äußern Schein und die Mitwissenschaft zu ver-bergen.
Gabe des Wortes, heiligste Gabe Gottes, du al-lein bietest das einzige Mittel, das Ganze in seinenbeiden Hälften, znm Secgcn der Menschheit zu ent-