VORWORT.
XXIX
können die Daten nicht als imbedingt zuverlässig bezeichnet werden:oft widersprechen sich z. B. die Angaben über die Zeit, die einSchüler dem Gymnasium angehende, sie sind also bald nach oben, baldnach unten abgerundet. Auch die Geburtsdaten lassen sich manchmalmit den sonstigen Bestimmungen nicht vereinigen. Trotz dieser Mängelbleibt aber eine Fidle für die Schul- und Familiengeschichte ivichtigenMaterials übrig.
Zur Bearbei tung der Matrikel. Aus der obigen Beschreibungergibt sich die grosse Verschiedenheit der Einträge nach Inhalt undForm. Von einem wortgetreuen Abdruck musste von vornherein ab-gesehen iverden, da er iveder Zeit noch Kosten gelohnt hätte; dieAngaben über Konfirmation und Beichte der Schüler, leider auch dieungleich wichtigeren Acta seholastica entfielen mit Rücksicht auf denRaum. Die Bearbeitung des übrigen Materials in Form einesalphabetischen Personenregisters erforderte vielfach formelleund sachliche Vereinfachung. Der an der Sprachgrenze von Ober-deutsch und Mitteldeutsch begreifliche fortwährende Wechsel von hartenund iveichen Lauten Hess es praktisch erscheinen, aussen• C und K imAn- und Inlaut auch B und P, D und T im Anlaut gleichzusetzen; auchF und V wurden nach der letzteren Hinsicht vereinigt. Die mehr oderweniger typischen Epitheta und Titel sowie die ‘frommen Wünsche’am Schlüsse der Einträge blieben weg. Der willkürliche Wechselzwischen grossen und kleinen Anfangsbuchstaben und zwischen u 'undv wurde beseitigt. Die Wiedergabe der Schrift durch den Druck unddie Abkürzung der Vornamen erfolgten in ähnlicher Weise wie beider Altdorfer Matrikel. Für die Daten und die Klassen wurden, wennes nicht die Rücksicht auf die grammatische Klarheit verbot, einheit-liche, kurze Bezeichnungen gewählt, für die ersteren die geläufigedurch Arabische und Römische Ziffern, für die letzteren die durchRömische ohne Punkte; Missverständnisse können nicht entstehen, wennman beachtet, dass von zioei Römischen Ziffern immer die 2. dieKlasse bedeutet, ebenso eine Römische Ziffer mit einem Punkt anletzter Stelle eines Ansatzes; sind ztvei Römische Ziffern durch einenschrägen Strich getrennt, so bedeutet dies, dass die betreffenden Klassendamals vereinigt waren. Das Vorrücken der Schüler erfolgte oft insehr unregelmässigen Zeitabständen, nicht selten sprunghaft, aber auchZurückversetzungen kamen vor. Man wundere sich also nicht, wenndie Reihenfolge der Klassen oft nicht der Erwartung entspricht. —Die ursprüngliche Form ivurcle natürlich beibehalten bei den Familien-und Ortsnamen. Um bei den ersten eine leichtere Übersicht zu trmög-