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Die Matrikel des Gymnasiums Hof
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VORWORT.

keit, Schulbesuch hinzugefügt. Auf S. 5 ist dann eine Klassifikationder Schüler nach ihrem Fleisse, auf S. 6 eine solche nach ihrerSittlichkeit gegeben, beides in 4 Stufen: 1. Allgemeines Lob ver-dienen .... 2. Mehr Lob als Tadel verdienen .... 3. Lob undTadel zugleich .... 4. Mehr Tadel als Lob. Die Angaben über

Anlagen, Fleiss, Sittlichkeit und Schulbesuch ivurden bei der Bearbeitungder Matrikel im allgemeinen nicht verwendet. Nur die Namen derSchüler und die Bezeichnungen sup. und inf. sind in der ListeLateinisch geschrieben.

Was die Zuverlässigkeit der Matrikeln betrifft, so lautendie in ihnen selbst geäusserten Urteile nicht günstig (s. oben S. XXIVj.In der Tat mahnen manche Beobachtungen, die man bei der Bear-beitung macht, zur Vorsicht. Vor allem muss man damit rechnen,dass sie nicht vollständig sind. So lange es nur Anwesenheils- oderVorrückungslisten gibt, ist ja das Fehlen von Namen leicht begreiflich /aber auch seitdem besondere Zugangsverzeichnisse vorliegen, tauchenin den Klassenlisten Schüler auf die sich in jenen nicht finden, alsosind auch jene nicht lückenlos. Bezeichnenderweise sind 1673 nichtweniger cds 25 Schüler als vergessen nachgetragen. Besonders häufigscheinen die Alumnen durch ihre Dienstleistungen am Schulbesuchverhindert gewesen zu sein. So erklärt sich ivohl die auffallendeTatsache, dass ein Schüler, J. H. Thümmig aus Lobenstein, der nachseiner Selbstbiographie 1 von 16921700 dem Hofer Gymnasium undAlumneum angehörte, in der Matrikel nicht genannt ist; daher kommtes wohl auch, dass in der Leipziger Matrikel Studenten aus Hof auf-geführt sind, die der Hofer Matrikel fehlen. Die beiden zum Jahre1608 vorliegenden Listen tragen das gleiche Datum und doch weistdie lose beiliegende eine geringere Zahl von Schülern auf! DieÜbersicht über das Vorrücken mancher Schüler ist lückenhaft infolgezufälliger oder absichtlicher Abwesenheit bei den Prüfungen oder infolgelängeren Fernbleibens von der Schule. Durch diese Lücken ivird dannwieder eine sichere Gleichsetzung unmöglich gemacht. Öfters ist diesallerdings auch die Folge des Wechsels der Vornamen, da vonmehreren bald der eine bald der andere angegeben ist oder ähnlichklingende wie Christian und Christoph, Matthäus und Mathias, Simonund Simson und andere verwechselt ivurden. Andrerseits fehlt es auchnicht an Wiederholungen, ja gewisse Schüler scheinen sich alljährlichden Scherz erlaubt zu haben, ihre Namen mehrmals anzugeben. Endlich

1 Unter den Hofer Schulakten im Kreisarchiv zu Bamberg.