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noch unzersetzter Salpeter vorhanden ist, dessen Saure die Kohleverbrennt und unwirksam macht.
Da die Goldschlager nur das feinste Gold verarbeiten kön-nen, denn ein versetztes Gold ist zu spröde und es ihnen dar-auf ankommt, besonders fürs Vergolden hochsarbige Gold-blättchen darzustcllen, so färben sie ihr Gold durch Schmelzenmit Salpeter. Enthält in diesem Fall das Gold Kupfer, sowird es durch Schmelzen mit Salpeter davon gereinigt. Umauf diese Weise die Reinigung vollständig zu bewerkstelligen istmancherlei) zu bemerken. Der Salpeter muß z. B. gerade dannauf das Gold geworfen werden, wenn dieses anfängt zu schmel-zen und das Metall muß sogleich ausgegossen werden,wenn es dünn zu fließen anfängt. Läßt man dagegen denSalpeter lange mit dem Golde im Fluß, so wird es wiederspröde, weil das aus dem Salpeter durch die Hitze entstandeneKali schon durch das Hinzukommcn von etwas Kohle, die ent-standene Schlacke wieder zu Metall umwandelt und das Goldverunreinigt.
Statt des Salpeters wendet man wohl auch zu demselbenZweck den Quecksilbersublimat an (S. 285.) Erwirktviel sicherer weil er kein Kali enthalt und wenn er seine Wirkunggethan hat, gänzlich verdampft. Man muß sich aber vor dengift^en Quecksilberdämpfen in Acht nehmen.
Gewöhnlich wird ein so gereinigtes Gold in eiserne Einguß-Model gegossen. Diese dürfen aber nicht kalt seyn, sondernso weit erhitzt werden, daß der Talg womitsie angestrichen sindraucht, ohne jedoch Feuer zu fangen.
Ist das Gold silberhaltig, so wird es auf diebereits(S. 92u. 93.) angegebene Weise mittelst Salpetersäure geschieden.
Wünscht man reines Gold zugleich als ein feines Pulverzu erhalten, so löst man es in Königswasser auf, und verdünntdie Auflösung mit Wasser und mischt sie mit einer Auflösungvon schwefelsaurem Eisenoxpdul oder Eisenvitriol. Das Goldfällt dann als ein braunes Pulver nieder, das durch ReibenGoldglanz annimmt.