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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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Diese Wirkung des Eisenvitriols erklärt sich auf folgendeWeise. Wenn Gold sich in einem Gemisch von Salpetersäureund Salzsäure oder dem Königswasser auflöst, so verwandeltes sich mit dem Sauerstoff der Salpetersäure in Sauerstoff-gold oder Goldoxyd und dieses löset sich dann in der Salz-säure zu salzsaurem Goldoxyd auf. Weder die Sal-petersäure a klein, noch die Salzsäure allein vermögen dasGold aufzulöscn. Kommt nun mit dieser salzsauren Goldoxyd-auflösung eine Auflösung von schwefelfaurem Elsenoxydul zu-sammen, so entzieht das Elsenoxydul dem Goldoxyd den Sauer-stoff, dadurch wird es selbst zu Eisenoxyd, das Gold- aber her-gestellt zu Metall. Dieses verläßt nun die Salzsäure undfällt als braunes Pulver nieder.

Das salzsaure Goldoxyd entsteht auch wenn man Blatt-gold in Chkorgas erhitzt und die hiedurch gebildete rothbrauneMasse in Wasser auflöst. Bor dem Auflösen im Wasser ist esChlorgold das aus

66 Loth Gold und35,4 Loth Chlor

besteht, kommt jedoch hicmit 1 M. G. oder 9 Loth Wasser inBerührung, so wird dieses zersetzt, der Sauerstoff des Wassersbildet Goldoxyd und der Wasserstoff desselben Salzsäureund die Verbindung besteht nun aus66 Loth Gold8 Loth Sauerstoff,

35,4 Loth Chlor und1 Loth Wasserstoff

und heißt salzsaures Goldoxyd. Da 1 M. G. oder 35^ LothChlor 66 Loth Gold aufnchmen und diese wiederum mit 1 M. <8.oder 8 Loth Sauerstoff das Goldoxyd bilden, so folgt, daßdie Zahl 66 das M. G. des Goldes sey, so wie dasdes Goldoxyds 74 und das des Chlorgoldes 101,4.

Die beym Silber (S. 293.) empfohlene Vorsicht in Be-treff des Zusammenbringcns von Silbersalzen mit AmmoniakM auch hier von den Goldsalzen. Fügt man zu einer Gold-