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Auch Kupferplatten, welche man mit Potaschen- oderKalilauge bestreicht, laufen bald grün an von gebildeten Kupfer-oxyd. Dieß ist eine, sehr von Kupferdruckern zubeachtende Thatsache. Der Grund warum die Kupfer-platten so leicht stumpf werden, liegt mit in der Anwendungvon Lauge, welcher sich die Kupferdrucker zum Abwischen derKupferplatten bedienen. Bleibt unvorsichtiger Weise etwasauf der Platte, so reicht die Dauer einer einzigen Nacht hin,den Stich auf der Platte zu verderben. Ebenso nachtheiligwie Laugensalze wirkt Oehl auf das Kupfer. Wenn man Eisendurch Bestreichen mit Oehl vor dem Rosten bewahren kann, sowird dagegen das Rosten des Kupfers dadurch befördert unddas sich bildende Kupfcroxyd giebt mit dem Oehl eine grüneAuflösung. Hierin liegt der Hauptgrund, daß Kupferplattendie beym Abdrucken immerwährend mit frischer Oehlfarbe inBerührung kommen, sich so schnell abnutzen und stumpfe Ab-drücke geben, indeß Eisenplattcn unendlich viele Abdrücke mitderselben Scharfe liefern. Man muß daher Kupferplatten, dieman nach dem Gebrauch aufbewahren will, sehr sorgfältig vomOehl durch Abwaschen mit Lauge reinigen, sie dann gut mitWasser abspülen und endlich mit einer Auflösung von arabischemGummi überziehen.
Mit Zink zusammengeschmolzen bildet das Kupfer denMessing. Das Kupfer wird unter einer Decke von Salz ge-schmolzen, dann stößt man das Zink unter die Oberflächedes Kupfers und vermeidet so den Verlust des Zinks durchsVerbrennen. Auf 3 Theile Kupfer nimmt man gewöhnlich1 Theil Zink.
Wäscht man Messing mit Ammoniakflüssigkeit, so nimmter eine weiße Farbe an; weil das Kupfer vom Ammoniak auf-gelöst wird und so ein zinkreiches Messing auf der Ober-fläche zurückblcibt. Salzsäure hingegen färbt den Messing roth,weil sie durch Auflösen des Zinks eine kupferreich ere Ober-fläche hinterläßt. Man kann also den Messing nach Beliebenhell und dunkel färben.