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nndcrs. Man kann die Auflösungen von schwefelsaurem undsalpetersaurem Kali, von schwefelsaurer und phosphorsaurcrSoda, von Kochsalz und Borax in kupfernen Kesseln ein-kochcn, ohne daß sie Kupfer aufnehmen, nur mußman sie nicht darin erkalten lassen; denn beym Erkalten findetdie Auflösung des Kupfers statt und zwar da wo Kupfer, Salz-auflösung und Lust zusammcnkommen, also am Rande.
Mit cssigsaurcm Kali und allen Salzen, welche Ammo-niak enthalten, findet das Gcgentheil statt; sie wirken auchin der Kochhitze auflösend auf das Kupfer, dürfen also nie da-mit in Berührung gebracht werden.
Mengt man Kupfer- undZinnspähne untereinander, übcr-gießt sie mit Salzsäure und erhitzt, so wird nur das Zinnnicht aber das Kupfer aufgelöst, ungeachtet derSauerstoff der Luft freyen Zutritt hat. Man kann daher salz-saures Zinn in einem kupfernen Kessel bereiten, ohne zu fürch-ten, daß cs kupferhaltig werde.
Aus demselben Grunde kann man sich zum Scharlach-farben eines gewöhnlichen kupfernen Kessels statt des sonstgebräuchlichen zinnernen bedienen, wenn in demselben eineZinnplatte eingelöthet wird, diese wirkt hier geradeso wie das Zink (vergl. S. 233.) und macht das Kupfer un-angreifbar durch die Salzsäure, welche beym Scharlachfärbcngebraucht wird.
Auf Dampfschiffen sind die Kessel, welche mit Seewassergespeist werden, gewöhnlich von Kupfer, weil eiserne zu leichtzerfressen werden. Aber auch die kupfernen leiden mit der Zeitbedeutend. Man kann dieß aus demselben Grunde durch eineangelöthete Zinnplatte verhindern. Da aber Zink und Eisenhier noch sicherer wirken und wohlfeiler sind, so kann man sichihrer als Schutzmittel bedienen.
Kocht man Aetzkalilauge in einem kupfernen Kessel und läßtsie darin erkalten, so löst dieselbe Kupfer auf, was man darangewahr wird, daß ein weißer kattunener Spitzbeutel, durchwelchen man die Lauge filtrirt, eine blaue Farbe vom Kupfer-oxyd annimmt.