— 27Z —
wodurch Schwefelkalium entsteht, das den Arsenik auflöst undmit Wasserausgewaschen wird. Schwefelnickcl bleibt un-aufgelöst zurück. Gewöhnlich enthalt dieser noch Schwefel-kobalt und man scheidet beyde auf die bereits (S. 273.) an-gegebene Weise. Aus dem kleesaurem Nickeloxyd, wel-ches man hiebey als grünes Pulver erhalt, kann man durchbloßes Glühen das Nickelmetall darstellen.
Nicht die Salze, welche dieses Metall bildet, sondern seineVerbindungen mit einigen anderen Metallen namentlich mitdem Kupfer, sind in neuerer Zeit mit Nutzen angewendet wor-den. Das Suhler Weißkupfer besteht aus1 Loth Nickel und
8 Loth Kupfer
dem noch etwas Eisen und Antimon beygemischt ist.
Das Neusilber, welches häufig statt des Silbers zuLöffeln rc. verarbeitet wird, erhält man durch Zusammen-schmelzen von
1 Loth Nickel und3 Loth Kupfer mit1 Loth Zink
indem man das Zink in vorher erhitzten Stücken erst dannhinzu thut, wenn Nickel und Kupfer bereits zusammenge-schmolzen sind.
Das Nickel wird wie das Eisen von Magnet angezogen.Diese Anziehung hört jedoch auf, sobald
1 Loth Nickel mit
2 Loth Kupfer
durch Zusammenschmelzen verbunden.werden. Auf ein solchesGemisch hat weder der Magnet noch die Magnetnadel eine Wir-kung, daher es sehr zweckmäßig statt desMessings zu Compaß-gchäuscn dient. Nur darf das Nickelkupfcr kein Eisen enthal-ten , sonst leistet es nichts mehr als der Messing.
Vom Nickel läßt sich noch manche nützliche Anwendung er-warten, wenn es erst wird wohlfeiler zu haben seyn, um somehr da es wie Eisen und Kobalt nur ein sehr kleines Mischungs-gewicht hat, nehmlich 29,5.
18*