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Wenn man das so erhaltene klcesaure Kobaltoxyd heftigglüht, so erhalt man das Kobaltmetall. Es wird nichtgebraucht, wohl aber seine Verbindung mit Sauerstoff, das Ko-baltoxyd. Dieses dient besonders den Glasmalern zur Dar-stellung der dunkelblauen Schmelzfarben, da die Schmälte,wegen ihrer glasartigen Beschaffenheit sich nicht leicht gleichmäßigauf die glatte Glasfläche auftragen läßt.
Die Schmälte, welche nichts weiter ist als eine Auflösungvon Kobaltoxyd in geschmolzenem Glase, wird nicht selten ge-braucht um dem weißen Papier eine bläuliche Farbe zu geben.'Hierin thun aber die Papiermacher sehr unrecht, denn es ist sogut als ob sie gepulvertes Glas unter die Papiermasse mischten.Auf einem solchen Papier werden die Federn gleich stumpf, in-dem die Spitze durch das Schmaltepulver abgeschliffen wird.Man färbt das Papier viel zweckmäßiger mit essigsauremIndigo, der nicht theurer zu stehen kommt als Schmälte.
Da die Schmälte meistens noch Arsenik enthält, so verbrei-tet ein mit Schmälte gefärbtes Papier nach dem Anzünden einenknoblauchartigen Arsenikgeruch.
Das M. G. des Kobalts ist — 29,Z, daher hat das Ko-baltoxyd, welches aus
29,5 Loth Kobalt und8 Loth Sauerstoff besteht
ein M. G. —37,5.
Vom Nickel.
Erst jetzt, wo man gefunden hat, baß dieses Metall innicht geringer Menge in der s. g. Kobaltspcise enthaltenist, welche auf den Blaufarbewerkcn nach dem Ausschmelzender Schmälte zurückbleibt, hat man es mehr im Großen dar-zustellen und anzuwendcn gesucht. Man schmilzt
1 Zentner Kobaltspeisc
2 Zentner Potasche und
2 Zentner Schwefel