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Bley anzckgcn, so wird man aus dem fehlenden des durch schwc-fclsaures Kali erhaltenen Niederschlags (der 152 Gran betra-gen muß) sehr leicht die fremde Beymischung an Zink be-rechnen können.
Das schwefelsaure Blcyoxyd, dessen BestandtheileundM. G. (— 162) wir soeben kennen gelernt haben, er-scheint als ein rein weißes Pulver und wird in Fabriken sehrhäufig als Nebenerzeugnis z. B. bey der Zersetzung des AlaunSdurch Bleyzucker (S. 208.) erhalten. Aufsolche Weise kommtcs so wohlfeil zu stehen, daß seiner Anwendung z. B. alsweiße Farbe nichts im Wege stände, wenn es nur an sichbrauchbar wäre.
Dieß ist aber trotz seiner schönen Weiße z. B. zurOehlmalerey nicht der Fall. Denn es wird, selbst mit demweißesten Oehlfirniß angemacht, bald schmutzig gelb.
Anwendbar ist cs dagegen zu einer Töpferglasur, die wegenseiner Unauflöslichkeit in sauren und fetten Speisen durchausunschädlich ist. Auch schmilzt es zu einer sehr glatten und halt-baren Glasur aus.
Der, welchem großeMengcn dieses Salzes zu Gebote stehen,kann cs auch auf Bley benutzen. Man glüht
4 Pfund schwefelsaures Blcyoxyd mit1 Pfund Eiscnfeile und1 Pfund Kohlenpulver
1 s/z Stunde lang. Nach dem Erkalten findet man unter einerSchlacke von Schwefeleisen das wiederhergestellte Bley.
Die Salzsäure wirkt nur auflösend auf das Bley, wennzugleich die Luft durch ihren Sauerstoff cinwirkt, der das Bleyin Oxyd verwandelt. Es entsteht in diesem Fall salz sau resBlcyoxyd. Dieselbe Verbindung wird erhalten, wenn Chlorlängere ZeitaufBley einwirkt, daher nenntmansieauchChlor-bley, das erst durch Auflösen in Wasser sich in salzsaures Bley-oxyd verwandelt; indem das Bley mit dem Sauerstoff einesM. G. Wassers zu Blcyoxyd, das Chlor mit dem Wasserstoffdesselben zu Salzsäure wird.