ein höchst wichtiger Umstand und es ist jetzt gar nicht mehr zuberechnen, was derselbe zum Aufschwung der chemischen Technikin der neuern Zeit beygetragen hat. Er machtnehmlich die An-wendung der Bleykammern bey Bereitung derSchwefelsäure möglich. Anfänglich bediente man sichhiezu gläserner Gefäße und da kostete das Pfund Schwefelsäurein England 16 Pence (14 Sgr.). Als man später das Bleystatt des Glases anwenden lernte, konnte man sie schon um4 Pence (3Sgr) das Pfund verkaufen und jetzt ist sie nock-wohlfeiler daselbst.
Beym Einkauf des Bleyes, welches zu Bleykammern oderBleykcfseln für die Bereitung der Schwefelsäure bestimmt ist,hat man darauf zu sehen, daß es kein Zink enthalte, sonstläuft man Gefahr eine Einrichtung, die vielleicht Tausende kostet,in wenig Monaten zertrümmert zu sehen.
Die Bley probe auf Zink besteht im folgenden. Manschabt von mehreren Platten ohne Auswahl etwas Bley mit demMesser ab und löst z. B. 104 Gran dieser Bleyspähne in einerhinlänglichen Menge Salpetersäure auf, verdünnt die Auf-lösung mit 2mal so viel Wasser und setzt eine Auflösung von87 X Gran schwefclsaurcm Kali in1000 Gran Wasser
hinzu. Es wird ein weißer Niederschlag von schwefelsau-rem Bleyoxyd entstehen, der aufs Filter gebracht, ausgc-süßt und getrocknet 152 Gran betragen muß, wenndas Bley rein war. Beträgt er weniger, so läßt dießfehlende auf Zink schließen, das, da cs nicht durch schwefel-saures Kali gefällt wird, in der Auflösung zurückblieben ist.Es wird durch Zusatz von kohlensaurem Kali als weißeskvhlensaures Zinkoxyd ausgeschieden.
Dcrnun 152 Gran schwefclsaures Bleyoxyd aus104 Gran Bley,
8 Gran Sauerstoff und40 Gran Schwefelsäure
bestehen, also 152 Gran desselben genau 104 Gran