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muth verändert, erhält man Gemische, welche schwerer schmelzebar sind als das angegebene, und man hat es in seiner Gewaltganze Reihen darzustellen, die nach dem verschiedenen Grad derSchmelzbarkeit auf einander folgen. Man hat dergleichenwirklich gemacht und mit großem Nutzen als Sicherheits-ventile bcy Dampfkesseln benutzt.
Die gewöhnlichen Ventile gewähren nchmlich, wegen fol-genden merkwürdigen Verhaltens des Wassers in derWeißglich-hitze, nicht immer vollkommene Sicherheit.
Läßt man Wasser tropfenweise in einen weiß glüh endenPlatintiegel fallen, so kann man ihn füllen, ohne daß dasWasser schnell verdampft, was dagegen in einem minderheißen Tiegel geschieht. Das Wasser ist unter jenen Umstän-den bald ruhig, bald nimmt es eine drehende Bewegung an,aber niemals nimmt man Dämpfe wahr. Entferntman nun den Tiegel vom Feuer, so geräth das Wasser, sobaldder Tiegel bis zum Dunkelrothglühen abgekühlt ist, plötz-lich in heftiges Kochen und verwandelt sich gänzlich in Dampf.
Da nun also Wasser in so starker Hitze aufhört, Dampfzu geben, so wird, wenn bey einem Dampfkessel durch zu starkesHeizen dieser Fall einmal eintritt, die Sicherheitsklappe oderdas Ventil nicht mehr gehoben werden und der Kessel wird zer-springen, sobald die Hitze wieder etwas nachläßt, weilsichnuneine so große Menge Dampf auf einmal entwickelt, daß dieOeffnung des Ventils zu klein ist. Hier ist es nun, wo mandie sehr zweckmäßige Anwendung der leichtschmelzbaren Metall-gemische gemacht hat.
Diese Metallgemische werden in offne, kreisförmige Ge-häuse, welche am Dampfkessel angebracht und nach innen mit2 — 3 Schraubengängen versehen sind, gegossen. Sie bewirkendurch ihr früheres Schmelzen, daß der Kessel nie jene Hitzeerreichen kann, wobey das Wasser nicht mehr verdampft.Man setze z. B. die Hitze, zu welcher man den Dampf im Kesselbringen will — 110° R., so füllt man ein größeres und einkleineres Gehäuse am Kessel mit zwcp verschiedenen Gemischen