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4) mit Schmälte und Kobaltblau. Das ächteUltramarin wird durch Kochen mit Salpetersäure entfärbt,Schmälte und Kobaltblau aber nicht.
Die Kieselerde hat ein Mischungsgewicht— 16. Der Tech-nikerfindet jedoch selten Gelegenheit davon Gebrauch zu machen.
Vom Chrom.
Das Chrom ist ein Metall, welches man erst in neuererZeit in solcher Menge aufgefunden hat, daß seine Anwendungin den Künsten möglich geworden ist.
Man bedient sich hier besonders der Verbindung des Chromsmit dem Sauerstoff, rühmlich des grünen Chromoxydsund der Chromsäure und zwar letzterer in Verbindung mitKali, die chromsaures Kali heißt.
Das Chrom findet sich vorzugsweise im Chromeisenstein,woraus man durch Glühen mit Salpeter und Potasche daschromsaure Kali und aus diesem das grüne Chromoxyddarstellt. Zur Darstellung des ersteren aus dem gepochten undgeschlemmten schlesischen Chromeiscnstein ist folgendes Verhältnißdas zweckmäßigste.
120 Pfund Chromeisenstein,
40 Pfund Salpeter und20 Pfund Potasche
werden wohl gemengt und in einmal gebrannten, unglasurtenThontöpfen, die 6 — 8 Pfund fassen, in einem Flammenofen16 — 18 Stunden lang gebrannt. Die ersten 4 — 6 Stun-den wird gelinde gefeuert. Dann verstärkt man das Feuer biszum vollkommenen Rothglühen.
Man erhält hiernach gehöriger Abkühlung eine braun gefärbteMasse, die mit Wasser übergossen eine gelbe Auflösung von chrom-saurem Kali giebt und nach einem gelinden Abdampfen eben so ge-färbte Krystalle liefert, die in den Handel gebracht werden.
Das chromsaure Kali besteht aus
1 M. G. oder 47,2 Loth Kali und1 M. G. oder 52 Loth Chromsäure,
hat also ein M, G. von 99,2 und muß in diesem Ver-