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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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Verbindung, den Mörtel. Die Kunst einen guten Mörteldarzustellen beruht cinestheils auf der Wahl eines guten Sandes,der von einem gleichmäßigen Korn, aber nicht zu feinkörnig seyrrmuß; hauptsächlich aber auf einem gut gebrannten Kalk undauf dessen Löschen mit Wasser. Mit zu viel Wasser gelöscht er-säuft der Kalk und verliert an Bindekraft. Namentlich mußder zu Wasserbauten mit möglichst wenig Wasser gelöscht,und sehr sorgfältig mit dem Sande vermischt werden, in wel-chem Fall man sich nicht, wie gewöhnlich, derKrücke, sondernder Keule bedienen muß.

Das Verhältnis des Sandes zum Kalk richtet sich nach derGüte beyder. Im Allgemeinen kann man auf 1 Theil Kalk2 Theile Sand dem Raume nach als das beste Vcrhältnißannehmen.

Die Schlacken aus Glashütten, Schmelzwerken rc., dierecht verglast sind, geben gepulvert mit Kalk einen sehrschönen Mörtel.

Aus einem Mineral, welches man Lapis Lazuli nenntund das zum größten Lheil aus Kiesel- und Thonerde besteht,wird durch Pulvern und Schlemmen die schöne blaue FarbeUltramarin genannt geschieden. Sie ist sehr kostbar unddaher manchen Verfälschungen unterworfen, die der Käuferkennen muß.

Das Ultramarin kann verfälscht seyn

1) mit Bergblau oder kohlensaurem Kupfer.In diesem Fall wird es beym Erhitzen auf einem Platinblechsogleich grünlich und endlich schwarz, indeß reines Ultra-marin unverändert bleibt.

2) mit Berlinerblau. Enthält es dieses, so wird esdurchs Erhitzen auf dem Platinbkech dunkler, nimmt durchKochen mit Kalilauge eine bräunliche Farbe an, indeß rei-nes Ultramarin von Kalilauge nicht verändert wird.

3) mit Indigo. Beym Erhitzen in einer Glasröhreentwickelt sich ein purpurfarbner Dampf, was beymreinen Ultramarin nicht Statt findet.