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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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wenn noch mehr Kohlensäure hinzukommt, wieder aufgelöstwird. Der saure kohlensaure Kalk ist also im Wasserauflöslich. Als solcher ist er im Brunnenwasser enthalten, dasdadurch die Eigenschaften eines s. g. harten Wassers bekommt.

Wird eine solche Auflösung erhitzt, so entwickelt sich dieKohlensäure, welche den kohlensauren Kalk aufgelöst enthielt,als Gas und letzterer fallt als weißes Pulver zu Boden. Hie-durch entsteht der s.g. Kesselstein. Mankannsonach durchKochen ein hartes Wasser vom Kalk frey, alsoweich machen.

Hiebcy ist jedoch zu bemerken, daß dieß nicht bey jedemharten Wasser hilft. Denn wird es durch aufgelösten Gypshart, so Hilst das Kochen nichts, weil er dadurch nicht nieder-geschlagen wird. Hier dient ein geringer Zusatz von kohlen-saurer Soda.

Ein Wasser, welches sauren kohlensauren Kalk enthalt, iststatt des gewöhnlichen Flußwassers zum Brauen und Brennenangewandt viel besser und vortheilhaster befunden worden. >

Sv soll es namentlich die saure Gährung hemmen und den >

Dranntweingchalt um das Doppelte vermehren. Wenn dießauch übertrieben ist, so läßt sich doch eine gute Wirkung da-von erwarten.

Manche harte Wässer enthalten so viel sauren kohlensaurenKalk, daß sie die Röhren wodurch sie geleitet werden nach und >nach verstopfen, indem sich der Kalk an die Wände der Röhrenniederschlägt und ansetzt. Man hat gefunden, daß verschie-dene Metalle, woraus die Wasserleitungsröhren gefertigtsind, eine verschiedene Wirkung gegen den im Wassergelösten sauren kohlensauren Kalk äußern und verschiedeneMengen davon Niederschlagen. Sind z. B. die Röhren,worin das Wasser fließt, von Bley und man bringt ein StückEisen hinein, so wird nur dieses mit einer Kalk-rinde überzogen, indeß dasVley davon befreyctbleibt. Ist dagegen das Eisen nicht vorhanden, so überziehtsich das Bley mit dem Kalk.