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Man hat von dieser, gewiß sehr interessanten, Erfahrungbereits Anwendung im Großen gemacht, um das Verstopfenbleyerner Röhren zu verhindern. Man stccktineinerEntfernung von 16 — 20 Fuß eiserne Pfropfen in dieRöhren, die tief in dieselben hineingehen und soeingcpaßtsind,daß sie sich mit Leichtigkeit herausnchmen lassen. In diesemFall bleibt das Bley rein, alles Erdige setzt sich an die eisernenPfropfen, die man von Zeit zu Zeit herausnimmt und reinigt.
Phosphorsaurer Kalk.
Wenn man Knochen brennt, so werden sie erst schwarzund dann weiß. Die weiß gebrannten Knochen (Knochen-oder Beinasche) bestehen größtentheils aus phosphorsaurem Kalk,aus welchem sich durch Schwefelsäure die Phosphorsäurc ab-scheiden laßt, wie S. 38. beschrieben worden.
Außer dieser Anwendung zur Darstellung der Phosphor-säure ist von dieser Verbindung noch nicht der Gebrauch ge-macht worden, den ihre Eigenschaften zulassen. Es wäre sehrzu wünschen, daß dieselbe, die überall zu haben ist, wo Fleischgegessen wird, einmal die Aufmerksamkeit eines geschicktenTöpfers auf sich zöge, der Geduld und Geld genug hätte, ihreAnwendbarkeit als Glasur und Schmelzmittel im Großenzu prüfen.
Flußsaurer Kalk.
Wird gewöhnlich Flußspat genannt und besteht aus derFlußsäure und dem Kalk (S. 41). Die Flußsäure löst sehrschnell das Glas auf und dient daher zum Aetzen desselben.Wenn man
1 Loth gepülverten Flußspat und
2 Loth Schwefelsäure
in einer bleyernen Büchse erwärmt und auf die Ocffnung eineGlasplatte legt, die mit Aetzgrund überzogen und worin mitder Radirnadel Zeichnungen gemachtworden sind, so findetmannach einiger Zeit, wenn derAetzgrundhinweggenommenwordcn,die Zeichnung ins Glas eingefressen. Die Flußsäurc ist nehmlich
Grblehrend, Chemie. 13