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100 Loth kaltes Wasser (von 12° R.) lösen 20 Loth Sal-peter auf. Kocht man dagegen Wasser mit einer hinlänglichenMenge Salpeter, so steigt die Hitze bis auf 91 °R., und dasWasser löst so viel auf, daß 174 Loth einer solchen Auflösung74 Loth Salpeter enthalten, so daß sichbeym Erkalten bis auf12 ° R. 24 Loth Salpeter in Krystallen wieder abscheiden.
Eine durch Kochen gesättigte Salpeterauflösung kann dem-nach dazu dienen, um Stoffe rc. bis aus 91 ° N. zu erhitzen.
Von der Soda.
Die Soda, welche man auch Natron nennt, schließtsich zunächst an das Kali an und stimmt in ihren wesentlichenEigenschaften ganz mit denen des Kali's überein. Sie sättigtwie dieses die Säuren und bildet mit ihnen Salze, wie z. B.das Kochsalz und das Glaubersalz. Sie färbt, wiedieses, rotheBlumen grün, die Curcumä braunroth, dasdurch Säuren rothgefärbte Lackmus blau. Sie ist ferner ebenso wie das Kali zusammengesetzt und besteht aus 2 verschie-denen Stoffen, nehmlich dem Sodametall oder deinSodium und dem Sauerstoffund zwar in einem Verhältniß von
23,3 Loth Sodametall und8 Loth Sauerstoff, so daß
also die Zahl 31,3 das Mischungsgewicht der wasserfreycnSoda ist, und folglich alle Verbindungen, welchedie Soda mit den Säuren und andern Körperneingegangen, die Soda in dem Verhältniß von31^ enthalten.
Die Soda wird aus dem Kochsalz gewonnen, welches aus
23.3 Loth Sodametall und
35.4 Loth Chlor besteht und
folglich 1M-G. von 68,7 hat, woraus nach Abscheidung desChlors 31,3 Loth wafserfreye Soda erhalten werden können.
Die Trennung des Sodametalls vom Chlor oder die Dar-stellung der Soda aus dem Kochsalz ist mit Schwierigkeiten ver-