Kunden und geschieht im Großen durch Umwege. Man ist ge-nöthigt das Chlor aus dem Kochsalz durch Erhitzen mit Schwe-felsäure abzuscheiden, wodurch man, wie bereits (S. 82.)angegeben, Salzsäure und schwefelsaure Soda er-hält. Diese schwefelsaure Soda wird nun mit Kohle und Kalkgeglüht, wodurch die Schwefelsäure zerstört und in Schwefelverwandelt wird, welchen der Kalk aufnimmt. Die Sodawird von dem Schwefclkalk durch Aussetzen an die Luft und Auf-lösen der verwitterten Masse in Wasser geschieden und aus derAuflösung durch Abdampfen und Krystallisi'ren gewonnen.
Man erhält auf diesem Wege die Soda nicht rein, sondernmit Kohlensäure verbunden. Diese wird, gerade so wie beymkohlensauren Kali, erst durch Kochen mit Kalk abgeschieden.Es werden auf
143 Loth krystallisirte kohlensaure Soda42 Loth gebrannter Kalk und1200 Loth Wasser
genommen und damit so verfahren, wie es bey der Darstellung desKalisaus dem kohlensauren Kali (S. 130.) angegeben worden.
Die so erhaltene Soda heißt Aetzso da oder Sodahy-drat. Sie stellt geglüht einen weißen, undurchsichtigen Kör-per dar und besteht aus
1 M. G. oder, 31,3 Loth Soda und1 M. G> oder 9 Loth Wasser,
also in Summa 40,3 Loth. Dicß Wasserkann der Aetzsoda wie dem Aetzkali nicht durch Glühen ent-zogen werden.
Wenn demnach die reine Soda ein Mischungsgewicht— 31,3 hat, so kommt zu dieser Zahl in der Aetzsoda nochdie Zahl 9 für das Wasser welches sie enthält hinzu, so daßdas Mischungsgewicht derselben — 40,3 ist; man also mit40^ Loth Aetzsoda eben so viel auszurichten imStande ist, als mit 66^4 Loth Aetzkali. Wennman daher, um eine Säure zu sättigen, oder um Seife zu sie-den, sich statt des Aetzkali's der Aetzsoda bedienen will, so kann