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so erhalt man nicht bloß Wasserstoffgas und Stickgas, son-dern noch ein drittes Gas, nehmlich das Ammom'akgas,welches sich sowohl durch seinen Geruch als auch durch seine Wir-kung auf die rothen und gelben Pflanzenfarben zu erkennen gicbt.
Hieraus geht hervor, daß das Ammoniak ein zusammenge-setzter Körper ist und gebildet wird aus Wasserstoff und Stick-stoff, wenn sie unter günstigen Verhältnissen zusammen treffen.
Dasselbe läßt sich auch umgekehrt beweisen, nehmlich durchdie Zersetzung des Ammoniaks zu Wasserstoff und Stickstoff.Ließ geschiehtwcnn das Ammoniak der Glühhitzeausgesetzt wird.
Leitet man nehmlich 17 Gran Ammoniakgas durch einerothglühende eiserne Röhre, welche mit Eisendrath angefülltist (S. 93.), und fängtdasdabey sich entwickelnde Gas auf, sowird man finden, daß es seinen Ammoniakgeruch gänzlich ver-loren hat und nach näherer Untersuchung ein Gemenge aus14 Gran Stickgas und3 Gran Wasserstoffgas
ist. Es giebt nehmlich, mit 24 Gran Sauerstoffgas gemischtund mit gehörigerVorsicht verbrannt, 27 Gran Wasser; und14 Gran Stickgas bleiben übrig, weil nur das Wasserstoffgas,nicht aber das Stickgas verbrennlich ist. (S. 90.)
Hieraus folgt nun, daß das Ammoniak aus
1 Mischungsgewicht oder 14 Stickstoffund3 Mischungsgewichten oder 3 Wasserstoff
bestehe, was zusammen die Zahl 17 giebt.
Diese Zahl 17 ist für uns von der größten Wichtigkeit,weil sie das Mifchungsgewicht des Ammoniaks ist, indem dasselbesich nur in dem Werhältniß von 17 und nie anders mit denSäuren zu Salzen verbindet.
Dieß kommt daher, weil das Ammoniak aus den Zahlen14 und 3 besteht, welches zusammen dieZahl 17 giebt. Dennnicht nur die einfachen Körper wie Sauerstoff (— 8. S. 6.)Wasserstoff (— l.S. 6.) Kohlenstoffs— 6. S.29.) Schwe-fel (— 16. S. 6.) Chlor (— 35.4. S. 81.) und Stick-stoff (— 14. S. 97.) vereinigen sich immer in den bestimmten