Dieses war z. B. der Fall, als Herr von Saussureden Montblanc bestieg, wo es 4 Wochen geregnet batte,und als nun das gute Wetter erschien, so war es auchgleichförmig gut, nämlich den 3. August 17S7 vonGenf bis auf den Montblanc. Das sind IS Stunden.
Die Höhe des Montblanc ist nach der Messung mitder Quecksilberwaage 13,672 Fufs über dem Genfer See,und der Fehler ist nur 35 Fufs, das macht, dafs am 3- Au-gust 17S7 von Genf bis auf den Montblanc heitere Luftwar, obschon die Entfernung 18 Stunden betrug. UmMittag ist immer heitere Luft, wenn nämlich nicht dasHöhenmessen durch Winde verhindert wird. Des Mor-gens und des Abends hat die Luft eine scheinbar sehrungleiche Schwere, wie man dieses am Wärmemessersieht, und dann mufs man nicht beobachten.
Es hängt alles davon ab, wie genau der untere Wärme-messer und der obere Wärmemesser die Temperatur derabgewogenen Luftsäulen angeben, wenn man nämlich ausbeiden das Mittel nimmt, und dieses Mittelnehmen ist das-jenige, was gebrancht wird. Alle andere Methodensind fehlerhaft.
3. Will man aber ein ganzes Land abwägen , so thutman wohl daran, dafs man T ie f e n - W i n h e 1 bestimmt,und die Quecksilberwaage anf dem höchsten Punkt desLandes beobachtet.
Will man z. B. die Gegend von Elberfeld messen, sobeobachtet man eine Quecksilberwaage auf Cronenberg,Elberfeld gegenüber. Denn Cronenberg ist dort der höch-Punkt des Landes.
Oder man will das Ober-Bergische messen, so beob-achtet man eine Quecksilberwaage auf dem Löwenberg,der dort 1430 Fufs über dem Meere ist.
Oder man will das Gebirge bei Andernach und Klo-sterlach bestimmen, so beobachtet man eine Quecksilber-waage auf dem Gänsehals, der dort etwas höher ist wieder Löwenberg.