Druckschrift 
Das Höhenmessen mit der Quecksilber-Waage für Pariser, Rheinländer und Londoner Linien
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

4 .

Statt des Wassers kann mail auch Luft in einen Schen-hel schütten, nur mufs man, wenn man diese wie-gen will, nicht zugleich welche in den andernschütten. Da wir aber überall mit Luft umgeben sind,so wird hierdurch die Art des Abwiegens geändert, undauch die Einrichtung der Waage.

Lafst uns annehmen, die Glasröhre wäre an beidenSeiten geschlossen, und der Raum über dem Quecksilberluftleer, so wird dieses wieder wie vorher im Wasser-pafs stehen, d. h. in beiden Schenkeln gleich hoch, weil anbeiden Seiten nichts aufs Quecksilber drückt.

Nun lafst uns annehmen, man schneidet an dem einenSchenkel die Wölbung weg, wie in Fig. 4, was er-folgt nun?

Dann drückt die ganze Luftsäule bis ans Ende derAtmosphäre, welche 10 Meilen hoch ist auf das Queck-silber in dem einen Schenkel, und drückt es um 14 Zollherunter, indem es im andern um 14 Zoll steigt, weil die-ser geschlossen ist, und die Glaswölbung den Druck derAtmosphäre vom Quecksiber abhält.

5 .

Dieses ist nun unsere Quecksilberwaage oder unserBarometer, bei dem eine Quecksilbersäule von 28 Zoll einerLuftsäule das Gleichgewicht hält, die 10 Meilen hoch ist.

Steigt man mit der Quecksilberwaage in die Höhe, sodrückt im offenen Schenkel immer weniger Luft aufs Queck-silber; das Quecksilber fällt daher im geschlossenen, undzwar je höher man steigt. Kommt man endlich an das Endedes Luftkreiscs, so steht die Quecksilberwaage in beidenSchenkeln wieder gleich hoch, weil dann nichts mehr daist, was auf sie drücken könnte.

In Fig. 4 steht es dann in der punktirten Linie.