tcs. Viele haben verloren die Andacht, da sic bo-hr Dinge wollten ergründen. Glaube und ein auf-richtig Leben wird von dir gefordert; nicht hoherVerstand, nicht Erkenntniß der tiefen GeheimnisseGottes. So du nicht verstehest noch begreifest dieTinge, die unter dir sind, wie willst du denn be-greifen, die über dir sind? Unterwirf dich Gott,und beuge deine Vernunft unter den Glauben, sowird dir gegeben werden das Licht der Erkcnntniß,so weit es dir nützlich und nöthig ist.
3. Etliche werden schwer angcfochtcn über denGlauben und dieses Sakrament; aber dies mußman nicht ihnen, sondern vielmehr dem Feinde zu-rechnen. Scy nicht bekümmert, streite nicht mitdeinen Gedanken, antworte auch nicht auf die Zwei-fel, die der Feind dir eingibt; sondern glaube denWorten Gottes, glaube seinen Heiligen und Pro-pheten, so wird von dir fliehen der böse Feind.Oft ist's sehr nützlich, daß ein Diener Gottes der-gleichen leide: denn der Feind versuchet nicht die Un-gläubigen und Sünder, die er schon sicher besitzet;sondern die Gläubigen und Andächtigen versuchetund plaget er, auf mancherlei Weise.
4. Wandele also mit einfältigem und ungezwei-