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6. Siehe, geliebter Vater, ich bin in deinenHänden, ich beuge mich unter deine Znchtruthe.Zerschlage meinen Rücken und meinen Nacken, daßich beuge meine Verkehrtheit unter deinen Willen.Mache mich zu einem frommen und demüthigenJunger, wie du es wohl pflegtest zu thun, aufdaß ich wandte nach einem jeglichen deiner Winke.Ich befehle dir mich und all' das Meine zur Züch-tigung: denn es ist besser hie gestrafet werden,als in der Zukunft. Du weißt alles und jedes,und nichts ist dir verborgen im menschlichen Ge-wissen. Du weißt was da kommen wird, ehe esgeschehet, und dir ist nicht voth, daß jemand dichlehre oder erinnere, was auf Erden sich zuträgt.Du weißt, was nütze ist zu meiner Forderung,und wie sehr mir dienet die Trübsal mich zu reini-gen von dem Roste meiner Sünden. Thue mit mirnach deinem erwünschten Wohlgefallen, und ver,schmähe mich nicht um meines sündigen Lebenswillen, welches keinem besser und klarer bekanntist, denn dir allein.
7. Verleihe mir Herr, zu wissen, was ich wis-sen muß; das zu lieben, wes ich lieben soll; das
zu loben, was dir am höchsten gefällt; das hoch-
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