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sie sind anS der Tugend gebehren, und von Gotteingegossen den reinen Seele». Niemand aberkann diesen göttlichen Trost allezeit genießen nachseiner Neigung; denn die Zeit der Versuchungbleibet nicht lange aus.
2. Gar hinderlich aber ist der himmlischen Heim-suchung die falsche Freiheit desGemüths, und dasgroße Selbstvertrauen. Gott thut wohl, daß erdie Gnade des Trostes gibt; aber der Mensch thutübel, wenn er Gott nicht alles erwiedert mit Dank-sagung. Und darum können uns nicht zufließcn dieGaben der Gnade, weil wir undankbar sind ge-gen den Geber, und nicht alles wieder ergießen indie Urquelle. Denn dem, der würdig dafür dan-ket, wird immer Gnade verliehen, und einem Hoch-müthigcn wird genommen, was einem Demüthigenwird gegeben.
3. Ich will den Trost nicht, der mir nimmtmeine Herzenszerknirschung, noch strebe ich nachder Beschauung, welche zum Hochmuth führet.Denn nicht alles Hohe ist heilig, noch alles Ange-nehme gut, noch jedes Begehren rein, noch allesGott angenehm, was uns lieb ist. Gern emp-fange ich die Gnade, wodurch ich stets demüthi-