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Feind am leichtesten überwunden, so man ihn mitNichten einlasset durch dieThüre desGemüthS, undihm draußen widerstehet, sobald er anklopfet. Da.-her sagt jener Schriftsteller: Widerstehe dem An-fänge, sonst kommt die Arzenei zu spat. Denn an-fänglich kommt ins Gcmüth ein bloßer Gedanke,dann eine starke Einbildung, darnach die Lust unddie böse Begierde und Einwilligung. Also schlei-chet sich der böse Feind allmählig ganz ein in denMenschen, wo ihm nicht gleich im Anfänge widerstan-den wird. Und je länger einer säumet ihm Wider-stand zu thun, desto schwächer wird er täglich insich selbst, der Feind hingegen immer stärker.
6. Etliche leiden die schwcresten Anfechtungenim Anfang ihrer Bekehrung; etliche am Ende; et-liche aber haben eS übel ihr ganzes Lebenlang. Et-liche werden nur gelinde angefochtcn, nach derWeisheit und Gerechtigkeit göttlicher Verordnung,welche erwäget der Menschen Zustand und Werth,und alles vorher bestimmt zum Heil seiner Aus-erwählten.
7. Darum sollen wir nicht verzagen, wenn wirangefochtcn werden: sondern desto inbrünstiger zuGott bethcn, daß er uns seines Beistandes in aller