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Durch dle Flucht allem können wir nicht überwin-den, sondern durch Geduld und wahre Demuth wer-den wir stärker denn alle unsere Feinde.
ü. Wer nur allein äußerlich die Versuchungenmeidet, und niclit die Wurzel ausrottet, der wirdwenig gefördert: ja sie kehren nur desto eher wie-der, und er fühlet sie um so stärker. Durch Ge-duld und Langnnlth, wirst du sie allmählig mitGottes Hülfe leichter überwinde», denn mit Här-te und eigenem Ungestüm. Nimm oft Rath in dei-ner Anfechtung. Sen nicht hart gegen Ange-fochtene, sonder» gib ihnen Trost ein, wie du wün-schest, daß dir geschiehet.
5. Aller bösen Versuchung Anfang, ist dielln-beständiakeit des GemüthS, und das kleine Ver-trauen zu Gott. Denn gleich wie ein Schiff ohneSteuer von den Wogen hin und her getrieben wird;also wird ein läßiger Mensch, der von seinem Vor-satz abtäßt, mannigfaltig angefochtcn. Das Feuerbewähret das Eisen, und die Versuchung den Ge-rechten. Wir wissen oft nicht, was wir vermö-gen; aber die Versuchung macht offenbar, was wirsind. Doch müssen wir vornehmlich im Anfang derVersuchung wachsam sepn; denn alsdann wird der