de tilget«», so'würden wir bald vollkommene Män-ner werden. Nun aber finden wir oft im Ge-gcntheil, daß wir besser und reiner waren im An-fang unserer Bekehrung, denn viel Jahre nach ge-tanem Gelübde. Unser Eifer und Fortgang im Gu-ten sollte billig täglich wachsen: aber jetzt wirdschon für groß geachtet, so jemand nur behaltenkann einen Theil seines anfänglichen Eifers. Woll-ten wir uns im Anfang nur eine kleine Gewaltanthun, so würden wir in der Folge alles leichtund mit Freuden können ausrichten.
6. Schwer ist's alte Gewohnheiten ablegen,aber noch schwerer, gegen seinen eigenen Willenangehen. Ueberwindest du aber nicht- kleine undleichte Dinge, wie wirst du schwerere überwinden?Widerstehe im Anfänge deiner Neigung, und ge-wöhne dir ab die böse Gewohnheit, auf daß fiedich nicht allmählig führe in größere Beschwerniß.O, wenn du bedächtest, welchen Frieden du durchdein Wohlverhalten selbst gewinnen, und welcheFreude du andern dadurch machen könntest, ich mev-ne, du würdest größere Sorge haben um deine geist-liche Förderung.