26
gestorben, und innerlich ganz und gar nicht ver-wickelt, so konnten wir auch göttliche Dinge ver-stehen , und von der himmlischen Beschauung etwaserfahren. Das größeste und einige Hindernis; ist,daß wir nicht frei sind von Leidenschaften und Be-gierden, und nnS nicht bemühen, zu betreten de»vollkommenen Weg der Heiligen. Denn wenn unsauch nur eine geringe Widerwärtigkeit begegnet,so werden wir gar zu bald kleinmüthig, und keh-ren uns zu menschlichen Tröstungen.
st. Wenn wir uns aber bemüheten zu stehen imStreit wie starke Männer, wahrlich, wir würdenüber uns sehen, die Hülfe des Herrn vom Him-mel. Denn er ist bereit zu helfen denen, die dastreiten und hoffen ans seine Gnade: sintemal eruns Gelegenheit gibt zu streiten, auf daß wir über-winden. Wenn wir aber unsere Förderung im geist-lichen Leben, allein setzen in die Beobachtung deräusserlichen Gebräuche, so wird unsere Andachtbald ein Ende haben. Darum lasset uns die Axtan die Wurzel legen, auf daß wir gerciniget wer-den von unseren Leidenschaften, und ein friedscligGemüth besitzen mögen.
5. Wenn wir alle Jahre auch nnr Eine Sün-