Statt diese schon so bedeutende Zahl von Zeug-nissen noch mehr zu vermehren, führe ich auö derneuesten Zeir nur noch an, wie sehr der Verfasserdieses Duchleinv auch von dem fromme» und ge-lehrten Grafen Friedrich L e o p o l d z u Sto I-b erg verehret wurde, welcher ihn in seinem letztenberühmren Werte bald einen weisen, bald einen from-men, gottseligen und heiligen Man» nennt. *)
So "drückt sich auch ein unter den gebildeten Stän-den viel verbreitetes Werk eben so günstig über ihnauS:
„Als die Scholastiker (heißt es darin) im Mit-telalter die Religion aus fehl lesend als Verstandes-sache behandelten, war es sehr heilsam, daß ne-ben ihnen Mystiker austraten, und unläugbar habenein Johann Tauler und ein Tvn>aS a Lcm-vis"mehr als ein Petrus Lombard» s oder einAlbertus Magnus für die Beförderung derReligiosität gewirkt." **)
Schließlich mag mau auch die nachfolgende Dich-tung ***) noch als ein Zeugniß und frommen Ausdruckeines von religiösem Gefühl und zartem poetischenSinn innig begeisterten Gemüthes auscheu, unddieselbe als eine Weihe betrachten, womit ich dasBüchlein allen frommen und reine» Seelen, zuihrem Heil und Erquickung übergebe.
»)G-sch>chre dcrR-ligio» JcsuShristi, erstcAufl. Th. > S. 73, WZ,2dst.Allgem. d. R-al - CulyclopiiSie, Ute Aust. Art. Mysticism u S.S. Rostorf's Dichtergarün.