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Die Bücher von der Nachfolge Christi
Entstehung
Seite
XIX
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XIX

Was nun die gegenwärtige Ucbersetznng bc»trifft, sv bade ich dieselbe hauptsächlich nach derbekannten Autwcrpner Ausgabe des Roswcidusgemacht, und durchgängig fast wörtlich getreubearbeitet.

Ich habe mir durchaus keine Umschreibungenerlaubt, am allerwenigsten mir angemaßt, dasOriginal irgendwo verschönern oder verbessern zuwollen; sondern bin im Gegcnthcil auf's eif-rigste bemüht gewesen, dessen Simplizität undgemüthlichcn Sinn mit heiliger Scheu zu be-rühren , und sie in Ton, Ausdruck und Wort-stellung, so viel möglich getreu wieder zu ge-ben, wozu die heutige Convcrsationssprachcwenig geschickt gewesen wäre. Das Religiöse,das im Gcmüthc wohnt, muß auch die Sprachedes Gemüthes fübrcu, wenn es getreu undwürdig soll ausgesprochen und innig empfun-den werden. Wie der Dichter die Ausdrückedes gewöhnlichen Lebens weil sic schon durclfden gemeinen Gebrauch herabgewürdigt sind,und ihre unschuldige, cdele Bedeutung verlorenhaben als nnheilig verschmähet, und seineZuflucht zu alten verklungenen Tönen, und an-dern Wortstellungen dem Versbau nimmt;so kann auch die Sprache des Gemüthes nichtdie Ausdrücke und Wortstellungen des äußernLebens zu würdiger Darstellung des innerngebrauchen. Dieses vorausgesetzt, bleibt mirnur der Wunsch übrig, daß die Ausführungnicht allzu weit hinter meinem Vorsatz mögezurückgeblieben scyn! Möchte man in diesemneuen Kleide, überall den alten frommen Ver-