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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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cilium wagt nicht, es zu behaupten*). Auch ist eine solcheAnnahme mit den Begriffen von der Vollkommenheit Got-tes und mit dein Wesen eines vernünftigen christlichen Ge-betes nicht vereinbar. Wenn es wahr ist, daß Gott un-sers Gebetes nicht bedarf, daß er uns ungebeten alles Guteverleiht, wenn uns also daö Gebet nicht Gottes, sondernunsertwegen befohlen ist, weil unsre Tugend ohne Gebetnicht bestehen kann, wenn wir eben deswegen um zeitlicheGüter, Nahrung, Gesundheit nicht anders, als unter derBedingung, wenn und in wiefern sie unsrer Tugend nicht

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nachthcilig sind, bitten dürfen, wenn endlich jedes wohl ^eingerichtete Gebet seine Erhörung mit sich führt, so folgt ^von selbst, daß die Fürbitte der Heiligen und folglich auch !ihre Anrufung überflüssig sein muß. Und sind denn dieHeiligen allwissend? Woher wissen wir denn also, daßunsere Gebete zu ihnen dringen? Sagt es uns die Bibeloder die Tradition der ältesten Kirche? Oder leitet unsdie Vernunft zu einem solchen Glauben? Uebersteigt csnicht vielmehr alle unsere Begriffe, wenn wir voranssctzcnwollen, daß ein Heiliger, der oft an Einem Tage, inEiner Stunde in mehreren Weltthcilen angernfen wird, allediese Anrufungen vernehme? Das Beste an der Verehrungder Heiligen wäre unstreitig die Erbauung an ihrer Tu-gend, die für die Christen eine um so wirksamere Anfmun-

*) toll. blsleitts cnsbii'iilinil c. 15 ile venerat. 8 aI! c! r OM Ende.IlvIUen snalvs. 11,1. I. 2. c. 7. lllnratnri esvrir! s>n,1tna1i Nell» re-L»I»o> -levn-none ,1s (lln-isti-mi. Vorzüglich sein Brief an den Rec-tor der Universität Salzburg vom Jahr 1741 in actis bist, eccler.V. VII. x. 78.