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tcnmg zu einem frommen Leben wäre, weil diese Muster,aus dem Kreise der Menschheit genommen, die Möglichkeitund Leichtigkeit der Tugend zeigen. Aber, mein Gott!was stellt man uns in den Heiligen für Muster der Tu-gend auf? Waren alle diejenigen, welche uns als Heiligeaufgeführt werden und im Mcßbuche Messen haben, Men-schen, die sich durch Erfüllung der Pflichten den, erhabe-nen Ziele der Menschheit näherten, so wäre alles rechtschon und gut, leider aber sind cs größtentheils Leute, vondenen nichts gerühmt werden kann, als daß sie dem Aster-dienstc frohnten, in die Wüste flohen, ihre Güter der Kir-che und den Geistlichen schenkten, sich der Vielbeterei wid-meten und sich nicht selten Schritte erlaubten, die durchein irrendes Gewissen wohl entschuldigt, nicht aber em-pfohlen werden können. — Seitdem Antonius in die Wüstegeflohen, haben wir lauter heilige Einsiedler, Aebte, Mön-che und Nonnen, die die wichtigsten Pflichten der mensch-lichen Gesellschaft vernachlässigten, und es thäte Nvth,Haus und Hof zu verlassen, um diesen Waldheiligcn zugleichen. Kennen wir nicht eine Menge von Heiligen, diesich in Käfige entschlossen, auf Säulen stellten, sich denHintern durch Hornisse auffressen ließen, in Teiche stürz-ten, sich rücklings aufhingen, und wie die unseligen Asrer-tugenden weiter heißen? Seit dem Dominions Loricatusde» ganzen Tag hindurch mit Ketten und Geißeln ans sei-nen Leib losschlägt, haben sich alle Heiligen selbst gegei-ßelt und gemartert, und ohne dieses blutige exercitiun,corporis gibt es keine Heiligkeit mehr. Was für Heiligebat uns nicht Franz v. Assisi in seinem Orden erzeugt?