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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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einige Gebete gewonnen werden können, so ist es offenbar,daß dadurch einer wahre» Sinnes- und Lebensändcrnngentgegen gewirkt werden muß.

§. 42 .

H e i l i g e n v e r e h r u n g.

Ich habe bereits oben einige Worte über die in derkatholischen Kirche üblichen Allerheiligen- und lauretauischeLitanei hingeworfe»; ich will nun darüber, so wie überdie ganze Heilige,werehrnng etwas Mehreres sagen. InWahrheit, wenn mau auch gestehen wollte, daß die An-rufung Maria's und der Heiligen sich mit dem vernunft-mäßigen Christenthume veitrüge, so kann man doch we-nigstens jene beiden Litaneien nicht für zweckmäßig hal-ten. Abgesehen davon, daß der Orr, von dem die lau-relanische Litanei den Namen hat, der Sitz des allerschänd-lichsten Aberglaubens ist, und daß die Berichte der Reisc-beschrciber, welche das, was noch täglich daselbst vorgeht,uns melden, einen Grad des Aberglaubens kund geben,welcher schwerlich überboten worden ist durch Alles, wasnur jemals unter Heiden die erhitzteste Phantasie der Gö-tzendiener ansgebrütet hat, so ist sie an und für sich äu-ßerst abgeschmackt und lächerlich. Die heil. Maria heißthier nicht nur die Mutter des Erlösers, sondern auch dieMutter des Erschaffers. Sie ist erstens ein geistlichesGefäß, gleich darauf ein ehrwürdiges Gefäß und weiter,ein auscrwähltes Gefäß der Andacht; sie ist ferner einegeheimnißvvlle Rose, ein Thurm Davids, ein elfenbeiner-ner Thurm, und endlich gar ein goldneö Haus; sie ist