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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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concurse dauern, kann die an sich höchst wohlthätige, soganz auf die dauerhafte Besserung, völlige Beruhigung undHeilung des Menschen berechnete Anstalt das Große undHeilsame nicht wirken, den Segen nicht verbreiten, densie wirken könnte. Noch auf andere Weise haben dieseFesttage Einfluß auf die Moralität. Gar oft begleitenPersonen beiderlei Geschlechts, die eine nicht ganz unseredächtige Bekanntschaft mit einander pflegen, sich in ent-fernte Kirchen zur Beichte. Abgefertigt kehren sie in denSchcnkhäusern ein, schwelgen und gehen dann in der Abend-dämmerung - nach Hause und beruhigen sich in

der behaglichen Hoffnung, am nächsten Ablaßtage die wie-derbegangenen Sünden beichten zu können und losgespro-chen zu werden. Hier gehen die Beichthörer ihrenBeichtkindern voran. Nach abgenommener Beichte und aus-gestandenen Strapazen thut man sich gütlich, und Nach-mittags schleicht höchstens einer in die Kirche, um rechtgeschwind die Vesper abzuhalten und dann bald bei den8eäenribus und bikientibus zu sein. Man hebe alsoalle diese pomphaften Feste auf, befehle jedem Pfarrer, seinenGottesdienst auf die gewöhnliche Weise zu halten, und,was seine heiligste Pflicht ist, zu predigen. Sein Unter-richt wird das Volk belehren, wie es am besten seine Pflichterfülle, wenn es dem Gottesdienste des eigenen Pfarrersbeiwohne, und daß nur jener Tag zum heiligen Geschäfteder Buße der beste sei, an dem uns unser eigenes Gewis-sen, gerührt durch Gottes mächtige Gnade und bang überden Anblick unserer Verirrungen, ein Heilsmittel aufzu?