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durch das Volk in dem Wahne, daß Aeußere mache beider Religion alles ans, und in der übertriebenen Vereh-rung der Heiligen, deren Feste ja glanzvoller gefeiert wer-den, als die des Herrn, bestärkt werden? Aber noch vielwichtiger ist der Schaden, der ans den Beichtconcursenentsteht. Da die Beichtstühle für die vielen Beichthörcr(denn auf den Namen Beichtväter können sie hier nichtAnspruch machen) nicht zureichen, so sitzen dieselben aufSchemeln überall in der Kirche nmher. Hunderte vonMenschen umlagern diese Beichtplätze und verursachen daswiderlichste Gedränge. Ich habe oft im Beichtstühle ge-sessen, wo alle Bretcr krachten. Gntc Vorstellungen fruch-ten nichts, da jeder zuerst daran kommen will. Bei denPolaren schlägt wohl der Geistliche drauf zu. Wie aberschon dieses Gedränge die nöthige Vorbereitung vernichtet,eben so wenig kann der Beichthörer seine Pflicht erfüllen.Er kann weder durch die Schilderung der unseligen Folgender begangenen Sünden, die Reue und den Abscheu vordenselben lebendig und stark genug erwecken, »och auchzweckmäßige Heilungsmittel zur Verstopfung der Sündcn-gnelle angcben. Jeder sicht von selbst ein, daß er seinenBeichtlingen nicht das sei» kann, was er sein sollte. Ihmgenügt, wenn er jedem eine kurze allgemeine Ermahnungertheilt, und zuletzt, wenn er durch sechs - bis achtstündi-ges Beichthören entkräftet ist, geschieht auch dies nichtmehr. Sehr viele Geistliche, denen auch nicht einmal eingesunder Begriff von Buße vorschwebt, lassen es bei ra-schen Absolutionen bewenden, und glauben als geschwindeArbeiter ans den Dank des Orts-Pfarrers rechnen zu kön-