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hält, die er aber wieder abgcben muß. Außerdem wird,wenn ein Mitbrnder der Brüderschaft gestorben ist, fürseine arme Seele ein Scclenamt gehalten, wobei besondersdie noch lebenden und anwesenden Mitbrüder thätig seinmüssen. — Es ist zn verwundern, daß der dortige, ebenso wahrhaft fromme, als wissenschaftlich gebildete und um-sichtige Rector des Gymnasiums diesem Mißbrauch nichtschon längst ei» Ende gemacht hat!
Wozu diese Brüderschaften! Wir sind durch JesumChristum Kinder eines und des nämliche» Vaters, alleMiterlvste Jesu Christi, alle Brüder und Schwestern, allezur gemeinschaftlichen Hoffnung seliger Unsterblichkeit beru-fen. Will man die Neigung des Volks zn besonderenVerbrüderungen berücksichtigen und benutzen, so errichteman die Brüderschaft der thätigen Menschenliebe, dienicht auf Mcnschenerft'ndung und Meuschentrug, sondernauf die Vernunft und das Evangelium sich gründet, dienicht irgend einen Schwärmer, sondern den Heiland undErlöser der Welt zum Vorbilde hat, sich nicht begnügtmit dem mechanischen Hcrsagen gezählter Gebetsformcl»,oder dem Tragen eines Lappens, sondern ein reines Her;und gute Handlungen fordert. Die Erfüllung der Pflich-ten des Menschen und des Christen, und Ausrottung desHasses, der Feindseligkeiten und aller Lüste, sei der höchsteZweck, und mir wer dieser Forderung genügt, sei ein wür-diges Mitglied einer christlichen Brüderschaft.