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schaffe» machen. Man sage nicht, alle der Unsinn, derin den Benedictionen steckt, sei nicht Lehre der Kirche.Freilich ist es nicht Lehre der katholischen Kirche, wie siesein sollte: aber die Hierarchie, welche allen diesen Unsinnin ihre Verordnungen, und in öffentlich vorgeschriebene Ge-bete ausgenommen hat, bleibt doch im vollsten Maße verant-wortlich. Was soll man von einer christlichen Kircheme-giernng halten, welche so vielen Herz und Verstand ver-derbenden Unfug lehrt und treibt, lehren und treiben läßt.Weht hier der Geist Gottes, der Geist der Wahrheit, derGeist des Christcnthums? Fürwahr, wenn nicht hochher-zige Fürsten die Aufklärung ihrer Nationen besorgten*),sie sänken durch die Hab- und gewinnsüchtigen Hierarche»in mehr als heidnische Blindheit. Wer weiß nicht, daß diePfaffen durch solche Segnungen von jeher das Volk ge-blendet haben. Lucas-Zettel, geweihtes Pulver, geweihteAmulete, Scapuliere, Pfennige, Agnus Dei — und wiedie Alfanzereien mehr heißen, waren für Pfaffen einträg-liche Handelsartikel. — Möchte auch unser frommer Mo-narch — denn anders woher möchte vergeblich Aendermigerwartet und erfleht werden — die Aufklärung und dasSeelenheilseiner Unterthanen berücksichtigend, befehlen, daßso wie das ganze Ritual, so vorzüglich der Thcil von denSegnungen geändert werde. Viele der Segnungen müssenganz hinausgeworfen werden, aber auch die noch bleiben-den bedürfen der Veränderung. Alle kirchliche Segnungen,
*) Man sehr dir schönen Verordnungen der Fürsten Oesterreichsbei Rcrchenbcrger -Pastorat-Anweisung Lhl. 3. S- 208—26.