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Glocke nach der Taufe ein weißes Hemd um, gab amEnde ein Gastmahl, und bezeugte eine große Freude überdiese Wiedergeburt. — Cardinal Bona äs rsb. liruvA.I. i. c. 22- sucht diese» Ritus von dem Vorwurfe einerwahren Taufe zu reinigen. Allein es gehen dabei die nämli-chen Ceremonien vor, wie bei der Taufe eines Menschen.Die Glocke wird mit Wasser abgewaschen, mit geweihtemOele gesalbt, und es wird ihr der Name eines Heiligengegeben. Auch neulich suchte ein Caplan eines BischofsauS Baiern in der A. K. Z. denselben vom Vorwurfe, eineGlocke getauft zu haben, zu befreien. Mir ist beim Lesendieser Caplan-Verlheidigung die Schamröthe ins Gesichtgeflogen und hatte, wer weiß nicht was alles darum ge-geben, wenn er mit seinem Unsinn zu Hause gebliebenwäre; denn seine Vcrtheidigung widerlegt auf keinen Fall,daß ein deutscher Bischof wirklich eine Glocke nach demrömischen Poutisicale geweiht hat. Wie war dieses mög-lich! Entweder muß so ein Bischof gar nicht verstehen,was das Pontisicale enthält, (was freilich manchen Bi-schöfen, wie vielen Priestern mit der Latinität der litur-gischen Bücher gehen mag) und fühlt daher nicht, wiesehr dieser Ritus gegen den Sinn unsers Religiousstiftersverstoße, oder er ist zu arm am Geiste, um einen neue»
Montana, Chemnitz 1726. 8., wo man Seite 123 auch einenPathcnbrief findet, welcher im Jahr 1516 an den Rath zu Lenstadtergangen war. Eben diesen sehe man noch bei Olsnri»; i»
rerum l'Iiul'ingicai'uiii. S. 364. S. Flüggc'L Geschichtedes deutschen Kirchen - und Predigtwesens. 1. Thl. S- 133.Michl'S Kirchengeschichtc. 2. Bd. S. 138.