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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Ritus, wett» ja die Glocken erst eine Weihe nöthig ha-ben, zu verfertigen, oder er ist schamlos genug, diesenRitus der gesunden Vernunft und der von Fürsten be-zweckten Aufklärung zum Trotze vorzunehmen. Hat wohldie Abwaschung der Glocke mit Salzwasfer und die Sal-bung mit Del einen rein christlichen Zweck, da ja nach demPontjficale dadurch die bösen Geister aus der Luft vertrie-ben, schwere Ungewitter gebändigt und Wolkenbrüche ver-hindert werden sollen? Schon Karl der Große verbotdie Glockentaufc*). Was kümmert sich aber eine für dasReich des Aberglaubens sorgende Geistlichkeit um die Vor-schriften seines die Volksaufklärung bezweckenden Fürsten.Papst Johann XXlll. schrieb im Jahr 968 den Ritusneu vor**). Das beste ist, daß cin gemeiner Priesterdiese» Ritus nicht vornehmen darf, der nur allein denBischöfen vom Papste erlaubt***) ist.

tz. 34.

Weihe des Oelö und Chrisma.

Eben so höchst allerliebst ist die Weihung des Oelsund des Chrisam am Gründonnerstage****). Unter andern

*) (tnpilnlars »cznisgian. tll. 789. v. 18. glncas »« do^tirent.

Naraillus -ul »I>. 968. di. 86. In den ersten 4 Jahrhun-

derten kennen die Christen gar keine Glocken. Lckm. dlsiuens c!e»nNcs. eoelss. ritib. 1*. III. 17 will sie schon im sechsten Jahrhun-dert finden. Papst Sabinian ist der erste, der sie zu kirchlichemGebrauche «»wendet.

***) Man sehe den ganzen Ritus nach, kaiuiiieul« l'omamo».HiiNvsr^ias 1663. p. 371 384.

*2**) NoiUilwale p-»g, 410 429.

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