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sollen sie wie Verbrecherinnen mit dem Lichte in der Handan der Kirchthül schwelle knien, bis der Pfarrer sie für ei-nige Groschen mit Weihwasser bespritzt und elenden Gali-mathias über sie hergemurmelt hat? Das Stehen unterdem Kirchthor ist einer zum erstenmal ausgehenden Wöch-nerin wegen der Zugluft, zumal im Winter, höchst schäd-lich. Der Ritus werde daher geändert, die Frau erscheinenicht mehr an der Thür, sondern habe das Recht, in dieKirche zu kommen, die Handlung werde stets vvrgcnom-men an Sonn- oder Festtagen zur Belehrung und Erbau-ung aller.
tz. 30.
Letzte O e l u n g.
Der Hintritt des Menschen aus diesem Leben in eineandere bessere Welt ist die wichtigste Epoche des Lebens,wo wir die Tröstungen der Religion am nöthigstcn haben.Auf dem Sterbebette haben wir den letzten, aber auchden schwierigsten Kampf zu bestehen. Die natürlichen Lei-den des Körpers, die Furcht vor dem Tode, das Bewußt-sein, die Pflicht nicht immer erfüllt zu haben, drückt unshier. Aber die Religion Jesu verläßt uns auch in denletzten Stunden mit ihren Tröstungen nicht, und suchtuns durch ihre Diener und in der letzten Oclung Trost imLeiden, Ruhe des Gewissens und Hoffnung auf eine un-sterbliche bessere Zukunft einzuflößen. Von den Dienernder Religion und von der Art der Ausspcndung der letztenOelung hängt es aber ab, welchen Einfluß die Religionhier beweisen solle. Nehme ich nun die Forderungen zu-