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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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grten:Oeffnet eure Thvrc, ihr Fürsten! Ewige Thors,öffnet euch! Es ziehet ein der König der Herrlichkeit!"oder bei den Vcrsikeln:Sende ihr, o Herr, Hülfe vondem Hciligthnm, nnd von Sion beschütze sie. Laß denFeind wider sie nichts vermögen nnd das Kind der Bos-heit laß ihr nicht schaden." Mich wundert es, daß ge-bildete Frauen sich einer solchen Ccremonie unterwerfe»mögen, die noch überdies bezahlt werden muß. Der ganzeRitus ist übrigens ein jüdischer Brauch, und das Juden?thum gehr uns nichts an. Maria ging zwar in den Tem-pel, aber hat dies etwas zu sagen? Jesus war auch be-schnitten, und doch beschneiden wir unsre Kinder nicht,In seiner jetzigen Gestalt ist dieser Ritus sogar schädlich;denn er nährt den Aberglauben. -

Viele katholische Wöchnerinnen gebrauchen allerleiPräservativmittel, um sich während der Wochen vor denAnfällen des bösen Feindes zu schützen, bespritzen sich mitentteufeltem Weihwasser, um nicht behext zu werden.Viele getrauen sich nicht, während des Wochenbettes zumFenster hinauszuschaucn, wie denn überhaupt der bejam?mernswerthe Aberglaube so vieler Katholiken, indem sieunter der Herrschaft vieler eigennützigen dummen Geistli-chen seufzen, nicht zu beschreiben ist. Wie traurig ist einsolcher Zustand bei einer Mutter, die doch vielmehr Freudeempfinden sollte, daß sie Gott gewürdigt hat, dem Staateund der Kirche ei» neues Mitglied zu schenken, und ihrGelegenheit gegeben hat, sich die Achtung der Welt undden Beifall des Himmels zu verdienen.

Ein großer Mißbrauch ist es auch, daß hin und wie-