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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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vorgckommencn Fallen in Rom wegen der Größe der auf-zulegcnden Buße Anfragen stellten. Das erste Beispielfinde ich c. 17 . XII. g. 2-, wo der Bischof von Bordeaurbeim Papst Nico laus anfragte, welche Strafe einem Ver-brecher, der gegen die Kirche Gewaltthätigkeiten ausgcübthat, aufgelegt werden solle, und ein anderes c. i.z.XXXIII. g. 2- Die Bischöfe fingen an, grobe Verbrechernach Rom zu senden, damit der Papst die aufgelegte Bußebestätigen, scharfen, mildern, oder nach eignem Gutbe-finden bestimme oder den Büßer in die Gemeinschaft derKirche aufnehme. Beispiele geben die Synode zu Limogesvom I. 1031 und Ivo von Chartres*). Laurentius, Erzbi-schof von Dublin, schickte einmal 140 unzüchtigePriester nach Rom, um die Lossprechung sich dort zuholen **). Auf dem Concil zu London 1143 wurde dieVerletzung der Kirche oder des Kirchhofes, die Handanle-gung an einen Geistlichen und auf dem zu Avignon imJahre 1209, der Meineid und die Verachtung der Kirchen-censuren dem päpstlichen Stnhle reservirt. Zuweilen wurdeden Büßern die Reise nach Rom bloß als ein Theil derBuße aufgelegt und sie wurden nach ihrer Zurückkunft vonihrem Bischof absolvirt ***). Indessen waren die Bischöfekeineswegeö der Meinung, daß sie in solchen Fällen nichtselbst die Gewalt hatten, die Lossprechung zu ertheile»,sondern widersetztcn sich vielmehr dem eingcschlichcncn Miß-

Ivo Orii-nntensis 6s). 60.

**) Üurnun unnules «<1 un. 1170. IVn. 14.

***) <^one. Hoionni^. un. 1180. e. 26.