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zahl der Katholiken beichtet oft, aber an ihren Früchte»,erkennt man den Nutzen der Beichtanstalt. UnsäglichesUnglück bringen vorzüglich die Beichtconcnrse. Statt Heilzu bringen, entehrt die Eile des VeichthörenS die ehrwür-digste der Religionsanstalten, das Heiligste wird hier aufdas »»heiligste behandelt. Dem seelenverderblichen Uebelschleunig abzuhelfen, ist die dringendste Anforderung andie Bischöfe. Das Wesentliche der Gewissenspflege de?steht in der richtigen Venrthcilung der Tiefe und Schwa-che der Neigungen und Leidenschaften, und in der Angabeder schicklichsten Mittel und Wege, die dauerndste Sinnes-änderung des Reumüthigen zu bewirken. Es ist kein leich-tes Geschäft, den langjährigen Verirrten zum festen Wille»zu stählen, und zur Tugend und Sittlichkeit znrückzufüh-ren. Hierzu gehört Zeit und alle Kraft der Beredsam-keit. — Der Beichtvater soll dem Sünder zuerst das Herzabgewinnen, sein Gewissen aufrcgen und sein Herz zermal-men. Es fordert Eindringen in die Tiefen der menschli-chen Schwächen, in die geheimste» Falten des Herzens,um das bange Gewissen zn beruhigen und den Weg derBesserung vorzuzcichnen. Geist und Wahrheit sollen dieSeele der Vorstellungen sein, die dem Sünder ans Herzgelegt werden, und Feuer und Nachdruck muß ihr Gewandsein. Das Beichtkind muß Theilnahme an seinem Elende,Mitlciden mit seiner Schwachheit, Vetrübniß über seinVerderben, Furcht und Schrecken über seinen nahen Un-tergang, gerechten Eifer über seine Vergehungen im Ange-sicht des Beichtvaters lesen, in dessen Stimme hören, undin dessen ganzem Betragen fühlen. Hat der Priester das