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werden, weil ja einzelnen Pfarrern die Acnderung verbo-ten ist. Das ist freilich tragen Pfaffen so recht. — ReineBegriffe von Tugend fehlen überall. Der Mensch wirdals leidendes Wesen betrachtet; alles ist auf passive Frvm,mclei berechnet. Alle Gebete gehen dahin, daß uns Gottzu guten Menschen machen solle. Alles ist opus opers-t,rm. Von der Taufe an bis zu Ende deS Rituals wirddem Christcnvolk der Wahn eingepstanzt, man könne ihmdie Heiligkeit und Tugend ohne sein Zuthun einflößen.Die Segnungen geben nicht bloß geistliche, sondern auchleibliche Güter, und der Christ hat bloß »öthig, sie auf»zufangen.
Der Aberglaube, der in diesem Ritual herrscht, istgrenzenlos. Die Haare strauben sich in die Höhe, wennman daran denkt, daß katholische Geistliche alles diesesmachen können, ohne zu fühlen, daß sic der Vernunft unddem Christenthume Hohn sprechen und ihr Gewissen ver-letzen. Wasser, Salz und allerlei leblose Dinge werdenalS Tenfelsnester beschworen. Menschen werden vom Teu-fel besessen und der Geistliche befreit sie davon. Die Ge-witter, Donnerwetter, Ungewittcr in der Luft regen dieTeufel an, und der Geistliche beschwöret diese. Vom An-fang bis zum Ende liegt dem Rituale die Furcht vor demTeufel zum Grunde. Doch man urtheile selbst nach deneinzelnen Beispielen, die ich weiterhin verlegen werde.Wollte ich allen Unsinn, der in dieser Agende sich befin-det, beleuchten, so müßte ich ein Buch schreiben, waö nochdicker wäre, als die Agende selbst. Betrachtet man dannaber den schneidenden Contrast, den das Ritual mit der